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Fachgespräch mit zahlreichen Fachleuten aus dem Pflegebereich

11.09.2017 | Dr. Otto Hünnerkopf, MdL | Mainstockheim,

Auf Einladung der Abgeordneten Dr. Anja Weisgerber und Dr. Otto Hünnerkopf besuchte Staatsministerin Melanie Huml das Seniorenheim Mainstockheim zu einem Fachgespräch mit zahlreichen Fachleuten aus dem Pflegebereich und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Dies war nach ihrem letzten Besuch in der Klinik Kitzinger Land und einer Fachtagung mit Abgeordneten Imhof in Dettelbach die dritte Veranstaltung zum Thema Pflege im Landkreis Kitzingen innerhalb von zwei Jahren.

 

In ihrer Begrüßung wies Dr. Weisgerber darauf hin, dass in der ablaufenden Legislaturperiode eine ganze Reihe von wichtigen Gesetzen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen im Pflegebereich gelungen sind und speziell die Bayerische Staatsregierung auf Landesebene sehr viele Verbesserungen daraus geschaffen hat. Der Gesetzgeber hat auf Betreiben von CDU/CSU u.a. zusätzliche Pflegestufen geschaffen, und großes Gewicht darauf gelegt, dass dem erhöhten Pflegbedarf von Demenzkranken angemessen Rechnung getragen wird. Eine spürbare Verbesserung der Pflege und Entlastung des Personals wurde durch einen günstigeren Personalschlüssel (von 1:24 auf 1:20) erreicht. Auch der sog. Nachtschlüssel wurde zur Verbesserung der Pflegequalität und zur Entlastung des Pflegepersonals angehoben.

 Für die kommenden Jahre wird sich die CSU zur finanziellen Entlastung der Angehörigen für die Sicherung des sog. Schonvermögens einsetzen. Das bedeutet, dass zahlungspflichtige Angehörige früher als bisher staatliche Leistungen erhalten, ohne vorher ihr ganzes Vermögen aufbrauchen zu müssen.

 Weitere Verbesserungen traten für pflegende Angehörige dadurch ein, dass sich die Pflegzeiten positiv auf die Rentenansprüche und auf Beiträge zur Arbeitslosenversicherung auswirken.

 Staatsministerin Huml erläuterte, dass Senioren zunehmend zuhause von Angehörigen gepflegt werden zu deren Entlastung vermehrt ortsnahe Kurzzeitpflegeplätze vorhanden sein müssen. Frau Ministerin erklärte auch, dass der zunehmende Pflegebedarf mehr angemessen qualifiziertes Personal erfordert. Dazu ist die Ausbildung zur Altenpflege nun kostenfrei und ausbildende Einrichtungen sollen künftig durch einen staatlichen Ausbildungsfonds weiter entlastet werden. Erfreut zeigte sich die Ministerin über die steigende Zahl von Auszubildenden im Pflegebereich und rief dazu auf, den Pflegeberuf gesamtgesellschaftlich angemessen wert zu schätzen.

 Der Freistaat Bayern hat sicher gestellt, dass im Rahmen der Ausbildung eine größere praktische Orientierung statt findet. Die Schülerinnen und Schüler sollen also in der Ausbildung mehr am Menschen arbeiten und dadurch besser gerüstet in das praktische Arbeitsleben eintreten zu können.

 In der Diskussionsrunde nahmen die Abgeordneten wertvolle Hinweise der Pflegefachleute und Angehörigen entgegen, wobei sich eine Reihe dieser Anregungen nach Auskunft der Ministerin bereits in der Beratung befinden, um weitere Verbesserungen zu erreichen. Abschließend waren sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde einig, dass dieser Gedankenaustausch - ebenso wie die letzen beiden Veranstaltungen im Landkreis - für die Betroffenen und für die Politik wertvoll war.

 Beim anschließenden Rundgang durch die sorgfältig renovierten Pflegeräume unter Führung von Herrn Brandner zeigten sich die Teilnehmer sehr beeindruckt und nahmen das familiäre Klima der gut geführten Einrichtung wahr.

Dr. Otto Hünnerkopf, MdL

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